Psychologisches und Pdagogisches Zentrum

Sprache

Mag. Karin Brünner

Sonder- und Heilpädagogin, Sprachheilpädagogin
Volks-und Sonderschullehrerin

Sprache
Zwischen Bewegung und Sprache bestehen enge Verbindungen. Sie sind Mitteln der Erkenntnisgewinnung. Je jünger ein Kind ist, umso mehr muss es mit den Dingen handeln, sie ausprobieren, um sie zu be-greifen. Ein Kind lernt seine Umwelt zu erspüren, Sinneseindrücke aufzunehmen und diese zu verarbeiten. Erst die Sensorische Integration eröffnet folgende Möglichkeiten:
  • Entwicklung der Bewegungsplanung und -durchführung
  • Entwicklung von Handlungskompetenz und -planung
  • Entwicklung der Sozialisation (Selbstvertrauen, Wohlbefinden)
  • Entwicklung von Sprache, grammatischer Struktur und Sprachverständnis
Am Prozess des Spracherwerbs, der auf sensomotorischen Erfahrungen basiert, sind fünf Kompetenzbereiche beteiligt (Lütje-Klose 2004):
  1. Personale Kompetenz: Darunter wird der Aufbau eines positiven Selbstkonzeptes verstanden, wodurch eigene Wünsche und Vorstellungen zum Ausdruck gebracht werden können.
  2. Soziale Kompetenz: Sich auf den Kommunikationspartner einstellen und in einer sozialen Situation adäquat handeln zu können.
  3. Kognitive Kompetenz: Denk- und Sprachentwicklung sind eng miteinander verknüpft. Nach der inneren Aktivität, dem Denken, kann es erst zur Sprache kommen. Im Spiel verarbeiten Kinder die Eindrücke der Umwelt so lange bis sie ins eigene Verstehen eingeordnet werden können.
  4. Kommunikative Kompetenz: Grundlegend für eine nonverbale und sprachliche Beteiligung am Dialog sind das gemeinsame Erleben und die kooperative Handlung. Das Kind muss die Rolle des Sprechers und Zuhörers unterscheiden und umsetzen können.
  5. Sprachliche Kompetenz: Sie beinhaltet, Äußerungen in Übereinstimmung mit den sprachlichen Regeln zu entschlüsseln (Semantik, Grammatik) und zu produzieren (Aussprache).Marian und Klara

Geschicklichkeit

Förderung von Sprache und Bewegung:

Bewegung, Spiel und Musik fördern die Gesamtpersönlichkeit des Kindes und damit auch der Sprache.
Durch die Vermittlung von Erfolgserlebnissen, eine positive Rückmeldung und damit verbunden eine gesteigerte Motivation entwickelt sich die Kommunikationsfähigkeit und -bereitschaft. Die Stärken des Kindes stehen im Vordergrund der Förderung, die beim individuellen Entwicklungsstand des Kindes ansetzt.

Atem-Stimme-Sprache und Bewegung stehen als Funktionseinheit im Mittelpunkt. Folgende Zielsetzungen einer psychomotorischen Sprachförderung wären zu nennen:

  • Förderung des Körperbewusstseins und -koordination durch lustvolles Bewegungshandeln
  • Sprache als handlungsbegleitendes und handlungsinitiierendes Instrument
  • Förderung der auditiven und visuellen Wahrnehmung
  • Förderung der Sozialerfahrung, der Kommunikation und  Aufbau von Gruppenfähigkeit
  • Angstfreies, lockeres Kommunizieren, freie Sprechanlässe
  • Sprachverständnisförderung und Wortschatzerweiterung


Julian und Bello





Letzte Änderung:
26.11.2018, 19:08